Kann man mit dem E-Bike abnehmen? (…und was Du dafür tun musst, damit es klappt!)

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Kann man mit dem E-Bike abnehmen? Häufig werden E-Biker belächelt, fahren sie doch scheinbar, ohne die Muskeln anzustrengen. Doch auch die Fahrt mit elektrischer Unterstützung kann anstrengend sein.

Kann man mit dem E-Bike abnehmen? (Video)

Der nächste Sommer kommt bestimmt und mit ihm die Frage, wie es sich am besten abnehmen lässt. Wie lässt sich möglichst effektiv Fett gegen Muskeln tauschen? Und kann man mit dem E-Bike abnehmen?

Während viele der Meinung sind, dass es sich nur mit starkem Schwitzen wirklich abnehmen lässt und demzufolge das Training mit dem Ebike wenig effektiv sein kann, sehen andere den möglichen Erfolg auch in weniger intensiven, dafür längeren Trainingseinheiten.

Fakt ist, dass aktuelle Studien darlegen, dass zumindest der Kalorienverbrauch von Radfahrern und E-Bikern ähnlich hoch ist.

Video: E-Bike: Ist das noch Fahrradfahren? | #fitwoch | DAK-Gesundheit

Training mit dem E-Bike: Abnehmen mit Vorteilen

Wer sein Körpergewicht langsam reduzieren und dabei die Gelenke schonen möchte, sollte mit dem E-Bike trainieren. So lautet zumindest die aktuelle Empfehlung verschiedener Sportmediziner und Forscher.

Sie meinen, das Fahren mit dem Ebike würde die Bein- und Rückenmuskulatur schonend trainieren, durch die sanfte elektrische Unterstützung würden die Kniegelenke weniger stark beansprucht werden.

Sie empfehlen, mit dem vom Arbeitgeber über Leasing zur Verfügung gestellten E-Bike von und zur Arbeit zu fahren, denn dies würde das leichte Training ganz einfach in den Alltag integrieren. Dabei steht vor allem ein Vorteil im Fokus: Das Fahren mit dem Ebike ist einfacher und überfordert den Körper nicht so sehr.

Viele Menschen, die gern abnehmen wollen, machen anfangs den Fehler, sich zu viel zuzumuten. Sie trainieren einmal richtig, überanstrengen sich dabei und kämpfen in den folgenden Tagen gegen Muskelkater und inneren Schweinehund.

Letzterer wird durch die Schmerzen in den Muskeln kräftig genährt und setzt sich nicht selten am Ende durch. Beim Training mit dem Ebike hingegen werden die Muskeln nicht so stark beansprucht, die Übungseinheiten machen Spaß und der Muskelkater bleibt aus. Somit lassen sich auch steile Hänge bewältigen, wodurch wiederum der Ehrgeiz durch Erfolg genährt wird.

Mit dem E-Bike nebenbei abnehmen

Besonders vorteilhaft ist, dass sich das Training mit dem Ebike in den Alltag integrieren lässt. Niemand muss sich extra Zeit dafür nehmen, um durch die Straßen zu strampeln.

Vielmehr können sich Abnehmwillige mit dem Bike zur Arbeit bewegen, bringen die Kinder per Zweirad in die Schule und erledigen das morgendliche Brötchenholen auf diese Weise.

Am Ende des Tages können die Betreffenden ruhigen Gewissens schlafen gehen, denn auch wenn sie keine Zeit für Sport hatten, haben sie sich ausreichend bewegt. Das allein sorgt schon dafür, dass mehr Kalorien verbrannt werden, denn ohne Ebike wären genau diese Menschen wahrscheinlich mit dem Auto zu ihrem jeweiligen Ziel gefahren.

Übrigens ist der tatsächliche Kalorienverbrauch von diversen Faktoren abhängig:

  • Trittkraft des Fahrers
  • gefahrenes Tempo
  • Beschaffenheit der Fahrbahn
  • gewählte Unterstützungsstufe

Insofern entscheidet jeder selbst, wie viele Kalorien verbrannt werden: Einfach das Tempo erhöhen, sich weniger stark unterstützen lassen oder eine Wald-und-Wiesen-Strecke wählen sind geeignete Maßnahmen, um mehr Kalorien zu verbrauchen und das Abnehmen zu beschleunigen.

Radfahren hilft Kalorien zu verbrauchen, gilt das auch für das Fahren mit dem E-Bike ( Foto: Shutterstock- Umomos )

Radfahren hilft Kalorien zu verbrauchen, gilt das auch für das Fahren mit dem E-Bike ( Foto: Shutterstock- Umomos )

Wie viele Kalorien verbrennt man mit dem E-Bike?

Je stärker der Motor mithelfen muss, desto niedriger ist der Kalorienverbrauch beim E-Bike-Fahren.

Wer jedoch die schwächste Unterstützungsstufe wählt, kann seinen Energieverbrauch fast mit dem beim normalen Radfahren gleichsetzen. Auszugehen ist hier von rund 300 Kalorien, die durchschnittlich in normalem Tempo pro Stunde verbraucht werden.

Kalorien bei verschiedenen Sportarten verbrauchen (Video)

Verschiedene Sportarten formen die Muskeln unterschiedlich und verbrauchen mehr oder weniger Kalorien. Während bei einem Vergleich zwischen dem Schwimmen und einem Spaziergang der Schwimmsport klar als Sieger im Kampf um den Kalorienverbrauch hervorgeht, ist es beim Radfahren nicht ganz so eindeutig. Verbraucht man mehr Kalorien beim Radfahren oder bei der Fahrt mit dem E-Bike?

Im Gelände viele Höhenmeter überwinden kostet ganz sicher Energie und Kalorien ( Foto: Shutterstock-Anze Furlan )

Im Gelände viele Höhenmeter überwinden kostet ganz sicher Energie und Kalorien ( Foto: Shutterstock-Anze Furlan )

Was verbraucht mehr Kalorien: Gehen oder Radfahren?

Die Frage kann auch anders gestellt werden: Verbraucht das Spazieren mehr Kalorien als das Radfahren? Generell ist davon auszugehen, dass beim Laufen in einem langsamen Tempo zwischen 480 und 710 Kalorien in einer Stunde verbraucht werden.

Wer mit dem E-Bike fährt und sich nicht unterstützen lässt, erreicht eine ähnliche Kalorienzahl in der Stunde bei einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 15 km/h.

Wer schneller fährt, verbraucht dann mehr Kalorien. Bei einer durchschnittlichen Belastung und einer mittleren Unterstützung ist von rund 300 Kalorien pro Stunde auszugehen, die bei der Fahrt mit dem Ebike verbrannt werden.

Das heißt, dass jemand, der abnehmen möchte und dafür Kalorien zählt, nach rund einer Dreiviertel Stunde eine Tafel Schokolade „abtrainiert“ hat.

Video: e-Bike Gesundheitsstudie ( Prof. Dr. Uwe Tegtbur )

Muskeln gegen Fett tauschen: So viel Kalorien verbrennen einzelne Sportarten

Die verschiedenen Sportarten verbrennen unterschiedlich viele Kalorien, wobei sich bei näherer Betrachtung herausstellt, dass Handball die mit Abstand am meisten Energie verbrauchende Sportart ist.

Hier die Übersicht über den Energieverbrauch pro Stunde:

  • Handball: ca. 880 kcal
  • Schwimmen: ca. 660 bis 976 kcal (Schmetterlingsstil), ca. 500 kcal (Brustschwimmen)
  • Langlauf und Eislaufen: ca. 436 bis 544 kcal
  • Boxen: ca. 540 bis 800 kcal
  • Basketball: ca. 480 bis 710 kcal
  • Fußball: ca. 420 bis 622 kcal

Allerdings stellt sich für so manchen Diätwilligen die Frage: Wie halte ich eine Stunde lang Schmetterlingsschwimmen durch? Angesichts der wenig aussichtsreichen Sportstunde, die schon allein aufgrund der eigenen Kondition so nicht stattfinden kann, stecken viele auf und lassen die Sache mit dem Sport lieber bleiben.

Dabei kann der Kalorienverbrauch ganz einfach bei der Fahrt mit dem E-Bike erhöht werden! Der große Vorteil daran: Die Zeit vergeht beim Treten in die Pedale wie im Flug und der Sport kann praktisch nebenbei erledigt werden.

Einfach mal schneller in die Pedale treten! Damit wird der Kreislauf stark angeregt und wer zwischen hoher und mittlerer bis niedriger Belastung wechselt, wird die größten Erfolge haben. ( Foto: Shutterstock-Umomos )

Einfach mal schneller in die Pedale treten! Damit wird der Kreislauf stark angeregt und wer zwischen hoher und mittlerer bis niedriger Belastung wechselt, wird die größten Erfolge haben. ( Foto: Shutterstock-Umomos )

Checkliste: Abnehmen mit dem E-Bike leicht gemacht

Die folgende Checkliste zeigt, wie sich der Kalorienverbrauch beim Radfahren erhöhen lässt und mit welch einfachen Methoden das Abnehmziel zu erreichen ist:

  1. Ohne Motorunterstützung fahren

    Der Kalorienverbrauch ist dank der Motorunterstützung zu gering? Dann bitte abschalten! Vor allem auf geraden Strecken lässt es sich wunderbar ohne den kleinen elektrischen Helfer fahren, der dafür sorgt, dass das Fahren mit dem Ebike zum Kinderspiel wird.

    Wer möchte, trainiert dann im Intervall: Unterstützung zuschalten, abschalten, zuschalten usw. Wird der Berg zu steil oder die Kraft zu wenig, kann immer noch auf die Dauerhilfe zurückgegriffen werden.

  2. Nicht zu schnell fahren

    Dieser Ratschlag scheint ein wenig seltsam anzumuten, lautet die landläufige Meinung für einen effektiven Sport doch, dass dieser so anstrengend wie möglich sein sollte.

    Manche Sportmediziner und Trainer sind aber der Meinung, dass Übungen mit geringer Intensität, die einfach länger fortgeführt werden als sehr anstrengende Einheiten, deutlich effektiver für das Abnehmen seien. Je länger das Training dauert, desto mehr Fett wird angeblich verbrannt.

    Der Körper schaltet dann von der Verbrennung leicht verfügbarer Kohlenhydrate auf die Gewinnung der Energie aus Fett um. Ob das wirklich stimmt, muss jeder selbst ausprobieren!

  3. Schneller fahren

    Nun direkt der gegenteilige Vorschlag: Einfach mal schneller in die Pedale treten! Damit wird der Kreislauf stark angeregt und wer zwischen hoher und mittlerer bis niedriger Belastung wechselt, wird die größten Erfolge haben.

    Das Fahren mit dem E-Bike ähnelt dann einem Intervalltraining, das auch durch das abwechselnde Fahren und Laufen/Schieben des Rades für kurze Strecken ergänzt werden kann.

    Vorher etwas Training, etwas Muskelaufbau kann nicht schaden ( Foto: Shutterstock- Umomos )

    Vorher etwas Training, etwas Muskelaufbau kann nicht schaden ( Foto: Shutterstock- Umomos )

  4. Generell mehr trainieren

    Nicht nur das Fahrradfahren sollte im Alltag selbstverständlich werden. Auch andere Trainings können gut dazu beitragen, dass sich Muskeln auf- und Fettzellen abbauen. Bekannt ist inzwischen, dass eine gut ausgebildete und sinnvoll aufgebaute Muskulatur auch im Ruhezustand mehr Energie verbraucht als Fettzellen.

    Das heißt, dass jemand, der bereits Muskeln aufgebaut hat, einen Tag lang nichts machen muss und dennoch einen höheren Energieverbrauch als die Person ohne Muskulatur hat. Besonders effektiv ist dabei Krafttraining.

    Dieses lässt sich sogar mit dem Radeln per E-Bike verbinden: Einfach Arm- und Beingewichte anschnallen und dann wie gewohnt in die Pedale treten. Der Energieverbrauch steigt damit stark an, die Muskeln werden anders beansprucht als beim bloßen Biken.

  5. Vor dem Sport nicht viel essen

    Natürlich soll niemand vom E-Bike fallen, weil er oder sie total ausgehungert ist und keine Kraft mehr hat, um in die Pedale zu treten. Ein leichter Snack ist demnach auch beim geplanten Abnehmen erlaubt.

    Wer aber seinen Hunger mit Kohlenhydraten stillt, gibt dem Körper alles, was er zum raschen Energiegewinn benötigt. Die Nahrung wird demnach aufgespalten und für die Bereitstellung der Energie für die Muskeln genutzt. Der Körper hat gar keinen Grund, an die Fettreserven zu gehen. Diese bleiben schön auf den Hüften bestehen, falls schlechte Zeiten kommen.

    Genau diese sollten dem Körper aber vorgegaukelt werden. Trotzdem: Hungern ist nicht gut, denn wenn der Körper in den Hungermodus schaltet, fährt er den Energieverbrauch auf das Nötigste herunter.

    Es wird so viel Energie wie möglich gespart, der Körper fährt wortwörtlich auf Sparflamme. Es ist erstaunlich, mit wie wenig Kalorien der Körper auskommen kann! Es gilt daher, ein gesundes Mittelmaß zu finden.

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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