E-Bikes: Für wen eignen sich Fahrräder mit Elektromotor?

E-Bikes liegen voll im Trend. Immer mehr Menschen setzen auf Fahrräder mit elektrischer Unterstützung. Doch für wen lohnt sich die Anschaffung und in welchen Fällen ist das E-Bike nicht empfehlenswert?

Mit dem E-Bike das Fahrradfahren auf neue Weise genießen

Das E-Bike sorgt für ein vollkommen neuartiges Erlebnis auf dem Fahrrad. Während bislang eine Steigung dazu führte, dass die Fahrradfahrer vollkommen erschöpft und durchgeschwitzt auf dem Gipfel ankamen, ist das mit einem E-Bike ganz einfach. Das Elektrofahrrad macht es möglich, die Landschaft besonders intensiv zu genießen. Außerdem macht es viel Spaß, mit hoher Geschwindigkeit zu fahren. Diese Vorteile führen dazu, dass selbst Menschen, die dem Radsport bislang nichts Positives abgewinnen konnten, sich auf das Rad schwingen.

Das E-Bike dient jedoch nicht nur dem Vergnügen. Es erleichtert auch die Fahrt zur Arbeit und die alltäglichen Besorgungen. Daher lassen sich diese Aufgaben damit ohne allzu große Anstrengung erledigen. Trotzdem fallen dadurch kaum Ausgaben an und außerdem sind auch E-Bike-Fahrer sportlich aktiv. Diese enormen Vorteile führen dazu, dass sich immer mehr Menschen ein E-Bike anschaffen. Allerdings lohnt sich das nicht immer. Dieser Artikel stellt vor, was bei der Kaufentscheidung zu berücksichtigen ist.

Das E-Bike sorgt für ein vollkommen neuartiges Erlebnis auf dem Fahrrad. Während bislang eine Steigung dazu führte, dass die Fahrradfahrer vollkommen erschöpft und durchgeschwitzt auf dem Gipfel ankamen, ist das mit einem E-Bike ganz einfach. (#01)

Das E-Bike sorgt für ein vollkommen neuartiges Erlebnis auf dem Fahrrad. Während bislang eine Steigung dazu führte, dass die Fahrradfahrer vollkommen erschöpft und durchgeschwitzt auf dem Gipfel ankamen, ist das mit einem E-Bike ganz einfach. (#01)

E-Bike und Pedelec: Worin liegen die Unterschiede?

Bevor auf die verschiedenen Anwendungsfälle eingegangen wird, ist es wichtig, zunächst einmal für eine genaue Begriffsdefinition zu sorgen. Umgangssprachlich bezeichnen die meisten Menschen jedes Fahrrad, das über einen Elektromotor verfügt, als E-Bike. Das ist allerdings nicht ganz korrekt.

Bei den meisten Modellen handelt es sich nämlich um Pedelecs. Hierbei dient der Motor lediglich der Tret-Unterstützung. Das bedeutet, dass er nur aktiv wird, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Tut er das nicht, bleibt er aus. Bei hochwertigen Modellen richtet sich die Motorkraft dabei nach der Kraft, die der Fahrer aufbringt. Tritt er kräftig in die Pedale – beispielsweise bei einer Steigung oder bei Gegenwind – unterstützt ihn der Motor besonders kraftvoll. Auf gewöhnlichen Strecken bietet er hingegen nur eine kleine Hilfestellung. Bei einfacheren Ausführungen wirkt die Kraft hingegen konstant oder lässt sich in mehreren Stufen manuell einstellen. Rechtlich werden Pedelecs wie Fahrräder behandelt – es besteht also weder eine Führerschein- noch eine Helmpflicht. Das gilt allerdings nur, wenn der Motor höchstens eine Leistung von 250 Watt aufweist und wenn die Geschwindigkeit maximal bei 25 km/h liegt. Stärkere und schnellere Modelle werden als S-Pedelec bezeichnet. Verkehrsrechtlich gelten sie als Kleinkraftrad.

Bei einem eigentlichen E-Bike ist die Motorunterstützung nicht davon abhängig, ob der Fahrer in die Pedale tritt. Es lässt sich auch komplett ohne körperliche Anstrengung fahren. Allerdings gilt es dabei zu beachten, dass diese Ausführungen rechtlich wie Kleinkrafträder behandelt werden. Daher sind hierfür ein Führerschein und eine Versicherung notwendig – auch wenn die Höchstgeschwindigkeit unterhalb von 25 km/h liegt. Außerdem besteht eine Helmpflicht.

Die Frage, ob sich die Anschaffung eines E-Bikes lohnt, hängt in hohem Maße vom finanziellen Aspekt ab. Elektrofahrräder sind nämlich nicht gerade billig. Selbst die preiswertesten Modelle kosten bereits deutlich über 1.000 Euro. (#02)

Die Frage, ob sich die Anschaffung eines E-Bikes lohnt, hängt in hohem Maße vom finanziellen Aspekt ab. Elektrofahrräder sind nämlich nicht gerade billig. Selbst die preiswertesten Modelle kosten bereits deutlich über 1.000 Euro. (#02)

Der finanzielle Aspekt

Die Frage, ob sich die Anschaffung eines E-Bikes lohnt, hängt in hohem Maße vom finanziellen Aspekt ab. Elektrofahrräder sind nämlich nicht gerade billig. Selbst die preiswertesten Modelle kosten bereits deutlich über 1.000 Euro. Darüber hinaus ist es hierbei empfehlenswert, auf eine hohe Qualität zu achten. Zum einen ist es wichtig, dass der Akku und das Antriebssystem hochwertig sind. Ist dies nicht der Fall, kann das schnell zu Defekten führen. Zum anderen ist die Krafteinwirkung hierbei deutlich höher als bei einem gewöhnlichen Fahrrad.

Daher sollten auch der Rahmen, die Bremsen und alle weiteren Bestandteile sehr robust sein. Ist dies nicht der Fall, kann das Auswirkungen auf die Sicherheit haben. Modelle im Einsteigerbereich erhalten in Produkttests nur selten eine gute Bewertung. Hierbei schneiden insbesondere E-Bikes im Bereich zwischen 2.000 und 3.000 Euro gut ab. Das bedeutet, dass die Anschaffung eine erhebliche Ausgabe mit sich bringt und sich nur für Personen anbietet, die sich das auch leisten können.

Regelmäßige Touren mit mittlerer Distanz

Das E-Bike bietet sich in erster Linie für Menschen an, die regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs sind – oder die zumindest den Wunsch verspüren, dieses Ziel mit einem E-Bike umzusetzen. Wer nur wenige Ausflüge pro Jahr unternimmt, profitiert nur in geringem Umfang von seinem E-Bike. Diese Vorteile stehen in keinem Verhältnis zu den Kosten, die es mit sich bringt. Darüber hinaus ist es wichtig, die Länge der Fahrradtouren zu berücksichtigen. Sind diese nur sehr kurz, lohnt sich die Anschaffung nur in Ausnahmefällen. E-Bikes eignen sich hingegen optimal für Ausflüge im mittleren Bereich – mit einer Länge von etwa 50 bis 100 km.

Das E-Bike bietet sich in erster Linie für Menschen an, die regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs sind – oder die zumindest den Wunsch verspüren, dieses Ziel mit einem E-Bike umzusetzen. (#03)

Das E-Bike bietet sich in erster Linie für Menschen an, die regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs sind – oder die zumindest den Wunsch verspüren, dieses Ziel mit einem E-Bike umzusetzen. (#03)

Eignet sich das E-Bike auch für längere Touren?

Wer gerne längere Touren unternimmt, sollte beim Kauf vorsichtig sein. Strecken mit einer Länge von bis zu 200 km sind selbst mit einem gewöhnlichen Fahrrad für geübte Fahrer an einem Tag zu bewältigen. Mit dem E-Bike wären aufgrund der höheren Geschwindigkeit sogar noch längere Touren möglich. Allerdings ist die Reichweite begrenzt. Kaum ein Modell ermöglicht es, mehr als 100 km zu fahren. Das Aufladen des Akkus würde mehrere Stunden dauern. Zwar lassen sich E-Bikes auch mit leerem Akku – mit reiner Muskelkraft – fahren. Da sie jedoch sehr schwer sind, bringt das eine hohe Anstrengung mit sich.

Besorgungen und der Weg zur Arbeit

Sehr hilfreich ist das E-Bike auch bei den alltäglichen Besorgungen oder beim Weg zur Arbeit. Viele Menschen würden diese Strecken gerne mit dem Fahrrad zurücklegen. Da sie auf diese Weise jedoch vollkommen verschwitzt und erschöpft ankommen würden, verzichten sie darauf. Das E-Bike stellt jedoch eine hervorragende Alternative dar. Damit ist es möglich, den Arbeitsort oder die Geschäfte in der Umgebung ganz entspannt zu erreichen.

Ein sicherer Aufbewahrungsort ist sehr wichtig

Aufgrund der hohen Kosten sind E-Bikes ein beliebtes Ziel für Fahrraddiebe. Daher ist ein sicherer Aufbewahrungsort wichtig – sowohl zu Hause als auch bei Besorgungen oder bei der Fahrt zur Arbeit. Aufgrund des hohen Gewichts sollte sich dieser außerdem ebenerdig befinden. Nur wenn ein geeigneter Raum zur Verfügung steht, ist die Anschaffung eines E-Bikes sinnvoll.

Aufgrund der hohen Kosten sind E-Bikes ein beliebtes Ziel für Fahrraddiebe. Daher ist ein sicherer Aufbewahrungsort wichtig. (#04)

Aufgrund der hohen Kosten sind E-Bikes ein beliebtes Ziel für Fahrraddiebe. Daher ist ein sicherer Aufbewahrungsort wichtig. (#04)

E-Bikes für hügelige und windige Landschaften

E-Bikes eignen sich besonders gut für Menschen, die in Gegenden wohnen, die sehr hügelig oder windig sind. Unter diesen Bedingungen ist jede Tour sehr anstrengend und wird zu einer großen körperlichen Herausforderung. Das verdirbt den Spaß am Fahrradfahren. Mit einem E-Bike ist es jedoch auch unter diesen Bedingungen möglich, bequem voranzukommen und die Landschaft zu erkunden.

Schwierigkeiten bei Touren durch das Gelände

Mittlerweile gibt es sogar Mountainbikes mit Elektroantrieb. Daher setzen sie immer mehr Menschen auch für Touren im Gelände ein. Das mag zwar verlockend klingen, da sich so selbst steile Berge erklimmen lassen. Allerdings kann es damit schwierig sein, Hindernisse zu umgehen. Bei gewöhnlichen Fahrrädern stellt es kein Problem dar, sie einige Meter zu tragen, wenn der Weg nicht befahrbar ist. Da E-Bikes jedoch sehr schwer sind, ist das hierbei oftmals nicht möglich.

Das E-Bike im Urlaub verwenden

Viele Menschen fahren insbesondere im Urlaub gerne mit dem Fahrrad. So lässt sich die Umgebung hervorragend erkunden. Allerdings ist es wichtig, sich Gedanken über den Transport zu machen. Das Gewicht dieser Fortbewegungsmittel ist für gewöhnliche Fahrradträger zu hoch. Daher ist es notwendig, ein spezielles Modell anzuschaffen, das sich auch für schwere E-Bikes eignet. Das kann erhebliche Zusatzkosten mit sich bringen.

Viele Menschen fahren insbesondere im Urlaub gerne mit dem Fahrrad. So lässt sich die Umgebung hervorragend erkunden. (#05)

Viele Menschen fahren insbesondere im Urlaub gerne mit dem Fahrrad. So lässt sich die Umgebung hervorragend erkunden. (#05)

Verschiedene Typen von E-Bikes

Nachdem die Vor- und Nachteile erläutert wurden, soll nun noch eine kleine Übersicht über Elektrofahrräder gegeben werden. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Modelle mit verschiedenen Eigenschaften. Vor dem Kauf ist es daher sinnvoll, zu überlegen, welches E-Bike am besten zu den persönlichen Anforderungen passt.

  • City-E-Bike: Sehr bequem und optimal für kleinere Touren auf befestigten Wegen geeignet. Reichweite: 50 bis 100 km.
  • Touren E-Bike: Für längere Touren geeignet – auch mit Gepäck. Das Fahrrad ist robust und belastbar und eignet sich vorwiegend für befestigte Wege. Reichweite: 50 bis 100 km.
  • Mountain-E-Bike: Für sportliche Unternehmungen auf der Straße oder im Gelände. Reichweite 40 bis 60 km.
  • Klapp-E-Bike: Ideal für den Transport im Kofferraum. Gut für die Stadt und für befestigte Wege geeignet. Reichweite: 40 bis 60 km.

Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: moreimages-#01: TonyV3112-#02:  industryviews-#03:  Microgen-#04: MyImages – Micha-#05: _moreimages

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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