Sonnenschutz: die 10 wichtigsten Tipps für Ihre Radtour

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Diese Woche legt Petrus noch einen Zahn zu und vielerorts lädt das Wetter schon wieder zu einem Ausflug in Mutter Natur ein. Mit dem E-Bike genussvoll durch die morgendliche Sonntagssonne zu radeln, macht besondere Laune. Aber Vorsicht! Gerade jetzt ist das Risiko sehr hoch, sich den ersten Sonnenbrand des Jahres zu holen. Wir haben die 10 wichtigsten Tipps zusammengestellt, damit ihr die Saison gut beginnt!

Sonnenschutz für E-Biker: hier die zehn besten Tipps für eine gelungene Sonnenpartie

Sonnenschutz-Tipp #1: Vorsicht, denn die Winterhaut ist völlig unvorbereitet

Mal ganz grundsätzlich: Sonnenschutz geht uns nicht nur am Strand an, nein es betrifft uns Radler und E-Biker genauso, wenn wir durch die Berge düsen oder auf dem Balkon den Pick-Nick-Korb packen. Und nicht nur wir sind davon betroffen, sondern auch Kindergartenkinder, Schulausflügler, Besucher im Straßencafé nebenan, Freizeitsportler, Profisportler. Wer tagtäglich draußen arbeitet ist auch mit von der Partie: vom Briefträger bis hin zum Schornsteinfeger. Okay, der ist schon schwarz und kann beim Sonnenbrand nicht viel dunkler werden…

Besonders schlimm: wenn wir jetzt im Frühjahr die ersten wohltuenden Sonnenstrahlen auf der Haut genießen, womöglich noch hoch droben auf Berges Höhen, geraten wir in Gefahr, ohne es überhaupt zu ahnen. Der Schnee reflektiert die Sonnenstrahlen und der Wind und die niedrigen Temperaturen verstärken den Effekt nur noch.

Unsere Haut hat ist seit dem Winter auch keine intensive Sonneneinstrahlung mehr gewöhnt. So wird sie völlig sonnenentwöhnt von der Sonne total überrascht. Die UV-Strahlung der Sonne lässt sich übrigens auch nicht von einem bedeckten Himmel aufhalten.

Sonnenschutz-Tipp #2. Mittagssonne unbedingt meiden!

Es hat schon seinen Grund, warum der Mexikaner sich zur Mittagszeit seinen Sombrero aufsetzt und er sich am Haus darunter zum Nickerchen zusammenkauert. Auch die Südländer und Mittelmeeranrainer wissen es: zwischen 11:00 und 15:00 gibt die Sonne, was sie kann – und das ist eine ganze Menge! In dieser Zeit ist die gefährliche UV-Strahlung am stärksten.

Wenn Sie also mit der Familie losradeln möchten, dann starten Sie früh und legen Sie in die Mittagszeit ein Pick-Nick im Schatten und am Fluss. Oder geben Sie den Franzosen und genießen Sie dazu ein Glas guten Roten – und danach ein Nickerchen im Schatten. Ihre Haut wird es Ihnen danken. Rotwein als Sonnenschutzmittel ist zwar nicht patentiert, aber in diesem Fall äußerst wirksam.

Ist Ihnen 8 Uhr als Startzeit für die E-Bike-Tour zu früh? Dann brunchen Sie doch zuhause und starten Sie nachmittags. So kommen Sie dann nach der Tour genau rechtzeitig zur Jause in einer schönen Strauß- oder Besenwirtschaft an… Der Sonnenuntergang lässt sich dabei auch ganz wunderbar genießen und wenn der Akku voll ist, kommen Sie hinterher auch schnell nach Hause.

Sonnenschutz-Tipp #3. Schatten schützt vor Sonne nicht

Die Sonne erreicht Ihre Haut auch im Schatten mit immerhin noch 50% ihrer Kraft. Bei der Rast am Fluss sollten Sie beachten, dass Wasser und Sand durch die Reflektion der Sonnenstrahlen die Sonnenbrandgefahr um bis zu 90% erhöhen. Mit steigender UV-Strahlung steigt das Risiko Ihrer Haut. pro 1.000 Höhenmeter über dem Meeresspiegel steigt die Intensität der UV-Strahlung um 10%.

Sonnenschutz-Tipp #4. Bester Sonnenschutz kommt durch die Kleidung

Gut, dass es mittlerweile schicke Sonnenhüte (für die Mädels) und coole Schirmmützen (für die Buben) gibt. Die brauchen Sie nämlich unbedingt zum Schutz der Kopfhaut und Augen. Ihre Kleidung schützt nur, wenn der Stoff keine Sonnenstrahlung passieren lässt. Ein transparenter Stoff ist nicht gut, denn mit dem sichtbaren Licht kommt auch UV-Strahlung durch. Polyester schützt besser als Baumwolle. Weite und dunkle Kleidung schützt besser als enge und helle Kleidung. Schauen Sie mal etwas länger in den Kleiderschrank. Ihre Haut wird es Ihnen danken.

Wichtig beim Sonnenschutz: die richtige Wahl der Sonnenbrille.

Wichtig beim Sonnenschutz: die richtige Wahl der Sonnenbrille.

Sonnenschutz-Tipp #5. Ihre Augen brauchen die Sonnenbrille!

Hornhaut und Netzhaut sind gegen die UV-Strahlung sehr empfindlich. Wenn Sie auf Augenschutz verzichten, riskieren Sie bleibende Schäden an den Augen. Gerade der UV-B-Anteil am Sonnenlicht (kurzwellig) geht sehr aggressiv gegen Bindehaut und Hornhaut des Auges vor. Je größer die Sonnenbrille, umso besser. Bei kleiner ausfallenden Sonnenbrillen riskieren Sie, dass UV-Strahlung die Augen seitlich trifft.

Worauf sollten Sie noch beim Kauf einer Sonnenbrille achten? Braune oder graue Glastönung ist die beste. Wenn die Sonnenbrille auch noch mit „UV-400“, „100 % UV-Schutz“ oder dem CE-Zeichen versehen ist, sollten Sie eher zugreifen, auch wenn das gute Stück ein paar Euronen mehr kostet. Ihr Augenlicht sollte es Ihnen wert sein, oder?

Eincremen nicht vergessen: je nach Hauttyp mit bis zu LSF 30!

Eincremen nicht vergessen: je nach Hauttyp mit bis zu LSF 30!

Sonnenschutz-Tipp #6. Haut eincremen, aber bitte zum Hauttyp passend

Cremen Sie die unbedeckten Partien ihrer haut auf jeden Fall ein. Sonnenschutzcremes gibt es viele und es macht Sinn, sich vor Verwendung genau zu informieren, ob der Schutz durch das Präparat ausreicht. Jede Sonnenschutzcreme und Sonnenmilch hat einen sogenannten Lichtschutzfaktor (LSF). Je höher der LSF, desto besser der Schutz und je niedriger der Lichtschutzfaktor, umso niedriger und geringer der Schutz vor der UV-B-Strahlung der Sonne.

Wenn Sie eine sehr empfindliche Haut haben, die auch oft zu Sonnenbrand neigt, sollten Sie unbedingt ein Sonnenschutzmittel mit einem hohen Schutz (LSF) wählen. Der Lichtschutzfaktor sollte hier mindestens bei LSF 30 liegen.

Für dunklere Haut genügt dann schon die mittlere Schutzklasse mit LSF 20. Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie im Zweifel die höhere Stufe wählen. Und: bleiben Sie lieber etwas kürzer in der Sonne. Das ist immer noch der einfachste Schutz. Ist natürlich leicht gesagt, wenn noch 20 Kilometer Radlstrecke vor einem liegen… :o)

Auf jeden Fall sollten Sie bei der Sonnenmilch auf das UVA-Logo für den UVA-Schutz achten.

Sonnenschutz-Tipp #7. Eincremen, bevor Sie das Haus verlassen

Tragen Sie das Sonnenschutzmittel nicht erst auf, wenn Sie bereits in der Sonne stehen. Nutzen Sie die Zeit im Haus, sich mit Sonnencreme, Sonnenmilch, Sonnengel oder Sonnenspray vorzubereiten. Sparen Sie nicht zu sehr. Eine Stelle mit Sonnenbrand spüren Sie mehrere Tage schmerzhaft. Ein paar Cent für etwas mehr Sonnenmilch spüren Sie mit Sicherheit weniger.

Sehr gerne werden bestimmte Hautpartien besonders oft „übersehen“. Dazu zählen vor allem, jedoch nicht ausschließlich, die Ohren (auch Rückseiten), die Nase, die Oberlippe mit der gesamten Partie unterhalb der Nase, die Kopfhaut (bei uns Männern das verlängerte Gesicht oben drauf!), das Dekolleté – vor allem im Randbereich auch bis unter den Stoff eincremen, der Nacken, die Schultern und vor allem bei den Mädels der Fußrücken. Diese Stellen werden nicht nur allzu leicht übersehen. Sie sind auch insbesondere lange und intensiv dem Sonnenlicht ausgesetzt. In den Tagen nach dem Sonnenbrand übrigens auch. Sie werden es merken und verfluchen!

Sonnenschutz-Tipp #8. Bitte Nachcremen!

Der gesamte aufgetragene Schutz geht verloren, wenn Sie Sport treiben und schwitzen, wenn Sie schwimmen, wenn Sie sich abtrocknen, wenn Ihre Kleidung über die eingecremten Hautpartien streicht. So wird der Schutz der haut verringert. Hier gibt es nur eine Möglichkeit, dem entgegen zu wirken: nachcremen!

Sonnenschutz-Tipp #9. Nothing is perfect

Auch wenn Sie alle Tipps berücksichtigt haben: dies ist kein Passierschein für unbegrenztes Sonnenbaden bei der Rast oder auf der Tour. Auch bei höchstem LSF werden nicht sämtliche UV-Anteile des Sonnenlichts abgewehrt. A bisserl wos geht immer (durch) und das kann sich summieren. Wenn sich Ihre Haut erst rötet, ist es zu spät. Also bitte frühzeitig die Sonne verlassen, bevor Sie zum Krebs werden. Krebse gehören nicht aufs E-Bike sondern in den Kochtopf.

Sonnenschutz: ausgerechnet unsere Kleinsten sind am gefährdetsten. Besonders Babies und Kleinkinder müssen besonders geschützt werden.

Sonnenschutz: ausgerechnet unsere Kleinsten sind am gefährdetsten. Besonders Babies und Kleinkinder müssen besonders geschützt werden.

Sonnenschutz-Tipp #10. Kinder sind am empfindlichsten

Die Haut unserer lieben Kleinen hat der Sonne am allerwenigsten entgegen zu setzen und bekommt am meisten ab. Kinder sind länger und öfter im Freien und damit der Sonne ausgesetzt als Erwachsene. Mit achtzehn Jahren hat ein Kind bereits 75% der gesamten UV-Strahlen aufgenommen, die es im ganzen Leben abbekommen wird.

Kommt es also in jungen Jahren zu einem Sonnenbrand, wiegt und wirkt dieser ganz besonders schwer. Das Hautkrebs-Risiko schnellt in diesem Fall nach oben. Wenn also die Schnurpsen auf der E-Bike-Tour mit sollen, dann achten Sie darauf, dass Babies und Kleinkinder (bis zwölf Monate) überhaupt keiner direkten Sonne ausgesetzt werden. Ab dem zweiten Lebensjahr sollte dies nur kurz geschehen – auf keinen Fall aber in der Mittagszeit zwischen 11:00 und 15:00.

Langärmelige Kleidung und Sonnenhut sind Pflicht, besser noch ist spezielle UV-Sonnenschutzkleidung. Alles, was rausguckt bitte mit Sonnencreme dick eincremen: mindestens mit LSF 30.

Bei allem Sonnenschutz: die Freude an der Bike-Tour nicht vergessen

Unsere zehn Tipps sollen Ihnen helfen, den Spaß auf der Tour ungestraft genießen zu können. Und das sollten Sie auch tun. Es ist soweit, man kann jetzt die ersten Touren wagen. Wir wünschen euch viel Spaß dabei!


Bildnachweis: © morguefile.com – Sonnenstrahlen: pippalou, Sonnenbrillen: hotblack, Sonnencreme: pedrojperez, baby: tangle_eye

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