M1 Sporttechnik

Spitzing: Carbon-R-Pedelec von M1-Sportechnik und TQ-Systems

Auf der E-Bike Messe Eurobike, die vom 27. Bis 30. August 2014 in Friedrichshafen stattfindet, werden zwei bayrische High-Tech-Unternehmen ein gemeinsam entwickeltes E-Bike veröffentlichen. Die Firmen M1-Sporttechnik GmbH und TQ-Systems GmbH präsentieren ein erstes Race-Pedelec, auch „Spitzing“ genannt, aus Carbon.

Das R-Pedelec ist die Steigerung eines S-Pedelec und kann bis zu 75 Stundenkilometer schnell werden. Ein S-Pedelec hingegen gehört zu der bis zu 45 Stundenkilometer schnellen zulassungspflichtigen Pedelec-Klasse. Diese Geschwindigkeit erreichen die Hersteller mit dem sogenannten „Pin“-Antrieb. Das Besondere an diesem Antrieb sei laut Angelika Straaten, Leiterin des Bereichs Antrieb bei TQ-Systems, dass das System das maximale Drehmoment über den gesamten Drehzahlbereich mit einem Wirkungsgrad von über 80 Prozent abgibt.

M1 Sporttechnik gehört zu der Georg Fritzmeier GmbH & Co. KG alias Fritzmeier Group, die ein anerkannter Produzent von Fahrerkabinen für Baumaschinen und Landmaschinen sowie Baugruppen aus Kunststoff für Kraftfahrzeuge, Nutzfahrzeuge etc. ist. TQ-Systems war lange Zulieferer des Start-Up-Unternehmens für Elektroantriebe Clean Mobile AG. Nach dessen Insolvenz im Jahr 2012 übernahmen die Seefelder den Geschäftsbetrieb und arbeiten seitdem an neuen E-Bike-Antriebssystemen.

Mit dem kompakten, leisen und nur 4,5 Kilogramm schweren E-Motor kann eine Maximalleistung von 850 Watt und ein Drehmoment von 120 Nm erreicht werden. Damit kommen Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 75 km/h zu Stande und eine Beschleunigung von 0 auf 50 km/h in unter 8 Sekunden.

Man könnte meinen dies sei eine unnötige Spielerei der Hersteller, doch Robert Wittmann, Geschäftsführer von M1-Sporttechnik und der Fritzmeier-Group hält dagegen und sagt, dass es das Bike auch in einer straßentauglichen Pedelec und einer S-Pedelec Version geben wird. Das R-Pedelec, auch „Spitzing“ genannt, ist laut M1 Sporttechnik Vertriebs- und Marketingleiter Leo Schmid ein Enduro-Fully mit 150 Millimeter Federweg. Die Unternehmen wollten auch der Elektrorad-Messe Eurobike das weltweit erste R-Pedelec-Fully präsentieren, wobei diese nicht auf der Straße zugelassen sind und speziell für den Renneinsatz konzipiert sind, so Schmid.


Bildnachweis: © Logo: M1 Sporttechnik

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Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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