Bosch Active Line und Bosch Performance: Neue Motoren vom Marktführer

Das süddeutsche Traditionsunternehmen Bosch gibt in diesem Jahr mächtig Gas und wird auf der Eurobike 2014 in Friedrichshafen mit brandneuen Elektroantrieben am Start sein. Seit dem Jahr 2012 war bereits immer wieder die Rede von neuen Bosch-Motoren – doch in diesem Jahr ist es definitiv so weit. Bereits im Jahr 2009 begann Bosch mit der Entwicklung eines Antriebs, auf Basis eines Elektro-Servopumpen-Motors. Bosch stürmte auf Grund seiner neuesten Entwicklungen dann im Jahr 2010 kometenhaft an die Spitze der Motorenhersteller für Pedelecs und E-Bikes und ist seit dem Marktführer auf diesem Sektor. Die kraftvollen langlebigen Mittelmotorantriebe erfreuten sich bis dato mit großer Beliebtheit bei den Elektroradlern.

Bosch Active Line und Bosch Performance: Kraftvoll und kleiner

Die neueste Generation der Bosch-Elektroantriebe hat es in sich. Zum Einen sind die Motoren kraftvoller als seine Vorgänger, zum Anderen auch kleiner. Im direkten Vergleich zum normalen Fahrrad wird immer weniger erkennbar, dass es sich um ein Pedelec oder E-Bike handelt. Lediglich der Akku verrät dies auf den ersten oder auch erst zweiten Blick, obwohl auch diese immer stärker, kleiner und somit leichter werden.

Verschiedene Konzepte von Bosch

Mit zwei verschiedenen Konzepten möchten die Ingenieure von Bosch ihre Marktführerposition weiter ausbauen:

  • Active Line
    Die 250W-Elektromotoren der Bosch Active Line richten sich hauptsächlich an komfortorientierte Freizeitradler. Diese Variante ist auch mit Rücktrittbremse erhältlich und liefert eine Pedelec-Unterstützung von bis zu 25 Km/h. Sie erreicht ein Drehmoment von bis zu 48 Nm. Je nach Akkukapazität und Fahrverhalten soll die Reichweite bis zu 180 km betragen!
  • Performance Line
    Die Performance Line bietet eine Pedelec-Unterstützung von bis zu 25 Km/h oder eine Unterstützung von bis zu 45 Km/h in der Speed-Variante (S-Pedelec) und richtet sich an tempo-orientierte E-Biker. In Verbindung mit Kettenschaltungen erreicht der leistungsstarke 350 Watt-Motor ein Drehmoment von bis zu 60 Nm. Je nach Akkugröße und Fahrverhalten sind auch hier 160 km Reichweite möglich.

Beide Antriebsversionen verfügen über vier Unterstützungsstufen, die über den neuartigen Intuvia-Fahrradcomputer bequem vom Lenker aus abgerufen werden können.

In Verbindung mit einer Nabenschaltung sind es 250% (Turbo), 170% (Sport), 110% (Tour) und 50% (Eco). Über eine Kettenschaltung sind höhere Unterstützungen möglich (275 / 190 / 120 / 50%) Diese Werte beziehen sich auf die Performance Line.

Die Active Line kommt auf Werte von 225 / 150 / 100 /40% . Natürlich verändern sich diese Werte auf Grund landschaftlicher Gegebenheiten, Lufttemperatur und Reifenluftdruck. Ein halbplatter Reifen hat nun mal einen schlechteren Abrollwert als ein Reifen mit optimalem Luftdruck. Auch spielt das Gewicht des Fahrers eine große Rolle in Bezug auf die Reichweite des Akkus.

Die aktuell bestehende Motorenpalette führt Bosch unter dem Namen Bosch Classic+ weiter.

Bosch präsentiert neue Akku-Generation

Beide Varianten sind mit verschiedenen Akkus kombinierbar. Dabei wurde die Energiedichte gegenüber den Bosch-Vorgängern deutlich erhöht. Die neue-Akkuserie ist als Powerpack in 300 Wh und 400 Wh erhältlich. Ganz neu ist das futuristisch ansprechende Design und die Direktaufladung am E-Bike. Mit einem ergonomischen Griff lässt sich der Akku kinderleicht ausbauen, sitzt aber ansonsten fest im Halter. Das Ladegerät wiegt mit allem Zubehör gerade Mal 800 Gramm.

Besondere Features von Bosch Active Line und Bosch Performance

Bosch bietet mit Nuvinci ein elektronisch gesteuertes Schaltsystem an, das auf die Trittfrequenz des Fahrers reagiert und somit weitestgehend vom Schalten befreit. Auch die Firma Sram bietet mit dem Dual-Drive Automatikschaltsystem (kombiniert mit Kassette) ein Automatikgetriebe an. Shimano glänzt mit elektronischen Schaltungen der Typen Alfine 8 und Alfine 11 sowie mit dem Modell Nexus 8.

Neu und praktisch ist auch die Möglichkeit durch einen USB-Anschluss an der Seite des Fahrradcomputers Intuvia ein Smartphone oder MP3-Player aufzuladen.

Ausschließlich für die Performance Line hat Bosch mit dem Nyon einen Bordcomputer entwickelt, der Navigationsgerät und Fitnesstrainer in Einem ist. Über die Smartphone-AppeBike Connect“ lassen sich alle Funktionen bequem anpassen und einstellen.

Der Nyon Bordcomputer wurde von Bosch extra für die Performance Line entwickelt und kann zusammen mit der eBike Connect App gesteuert werden.

Der Nyon Bordcomputer wurde von Bosch extra für die Performance Line entwickelt und kann zusammen mit der eBike Connect App gesteuert werden.


Bildnachweis: © www.bosch-presse.de

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Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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