Mit dem E-Bike durch den Winter: Tipps bei Eis und Schnee

Mit dem E-Bike durch den Winter: Tipps bei Eis und Schnee

Das E-Bike ist für viele schon zum täglichen Begleiter geworden. Es bietet sich nicht nur für Ausflüge aller Art an, sondern ist gerade in der Stadt auch als Transportmittel für alle Gelegenheiten geeignet. Was aber sollte mit dem Elektrorad geschehen, wenn der Winter vor der Tür steht? Ist eine Verwendung dann überhaupt noch möglich oder sollten E-Bikes in dieser Zeit besser zu Hause bleiben?

Keine Nachteile gegenüber gewöhnlichen Fahrrädern

Grundsätzlich lassen sich E-Bikes auch in der kalten Jahreszeit verwenden. Sie verfügen in dieser Hinsicht über keinerlei Einschränkungen im Vergleich zu einem gewöhnlichen Fahrrad. Selbst wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen, kann das E-Bike also noch seine Vorteile ausspielen.

Lediglich bei allzu extremen Wetterbedingungen, beispielsweise einem Sturm oder Hagel, sollte auf das Elektrorad verzichtet werden. Auch ein normales Fahrrad ist dann keine gute Option, um sich fortzubewegen.

 Selbst wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen, kann das E-Bike also noch seine Vorteile ausspielen.

Selbst wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen, kann das E-Bike also noch seine Vorteile ausspielen. (#01)

Worauf bei einem E-Bike oder Pedelec im Winter zu achten ist

Wer sich dafür entscheidet, sein E-Bike auch im Winter zu verwenden, sollte auf einige wichtige Dinge achten. Dazu gehören vermeintlich einfache Themen wie die richtige Bekleidung. Sobald im Herbst die Temperaturen fallen, ist für Fahrradfahrer eine warme aber dennoch bequeme Kleidung zu empfehlen. Bei Regen oder Schnee sollte diese außerdem in jedem Fall wasserfest ausfallen. Mit Blick auf E-Bikes ist im Hinterkopf zu behalten, dass Anwender sich hier weniger anstrengen müssen als auf einem normalen Fahrrad. Selbst bei größeren Touren geraten Fahrer kaum ins Schwitzen. Es ist also kein Problem, sich etwas wärmer anzuziehen.

Dies ist im Winter sogar ein großer Vorteil der E-Bikes. Auf der Haut bildet sich weniger Schweiß, welcher in Kombination mit niedrigen Temperaturen den Körper unterkühlen und zu Erkältungen führen könnte. Lässt man den sportlichen Faktor außen vor, ist das Fahren mit E-Bike im Winter also sogar gesünder als mit einem normalen Drahtesel. Wer noch die richtige Kleidung für die kalten Wintermonate sucht, findet viele interessante Artikel unter http://www.xspo.de/m/bogner. Die hochwertige Skikleidung von Bogner bietet sich mit hochwertigen Materialien und einem atmungsaktiven Design für die Verwendung auf einem Elektrorad geradezu an.

Video:MTB Tutorial #1 (Mountainbike waschen/reinigen | Fahrrad-Pflege Tipps)

Die Achillesferse des E-Bike: der Akku

Größtes Problem für E-Bikes während Herbst und Winter sind die verwendeten Akkus. Die Technik der aufladbaren Batterien ist gegenüber Kälte sehr empfindlich und sollte daher dagegen so gut wie möglich geschützt werden. Konzipiert sind die meisten Modelle für Umgebungstemperaturen von 5 bis 30 Grad. Unter diesen Bedingungen laufen die Akkus zu Höchstleistungen auf. Nicht nur erreichen sie dann die höchsten Reichweiten, auch das Aufladen geht schneller vonstatten.

Während einer Fahrt müssen sich Fahrer übrigens keine großen Gedanken machen. Der Akku heizt sich während der Verwendung von ganz alleine auf und trotzt damit selbst nasskaltem Wetter. Wichtig ist deshalb, schon mit Unterstützung anzufahren, damit die Batterie im Fahrtwind nicht weiter herunterkühlt. Wer mit einem bereits kalten Akku losfährt, muss in der Regel keinen Defekt befürchten. Die Laufleistung kann jedoch enorm in Mitleidenschaft gezogen werden. Es ist nicht unüblich, dass ein zu kalter Akku bis zu einem Drittel an Reichweite einbüßt. Wer also im Winter mit dem E-Bike zur Arbeit fahren möchte, sollte darauf achten, dass genügend Energie für den Rückweg vorhanden ist. Wird das Fahrrad eine Zeit lang im Freien abgestellt, ist es außerdem ratsam, den Akku mitzunehmen und so vor kalten Temperaturen zu schützen.

Auch beim Aufladen eines Akkus ist in jedem Fall auf eine ausreichend warme Umgebung zu achten. Die Hersteller empfehlen, kalte Akkus nicht direkt zu laden, sondern sie erst an die Umgebungstemperatur anzupassen. Man wartet also einfach ein bis zwei Stunden, bis der Akku sich akklimatisiert, also der Temperatur in einem Raum angepasst hat. Viele Akkus verfügen übrigens über Schutzfunktionen, die das Aufladen bei zu kalten Bedingungen gar nicht erst zulassen. Darauf verlassen sollte sich aber niemand, ohne vorher das Handbuch studiert zu haben.

Wenn das Fahrrad in der Garage überwintern soll

Nicht jeder möchte sein Elektrobike im Winter unbedingt verwenden. Es gibt auch gute Gründe, die dafür sprechen, das E-Bike in dieser Zeit einfach zu lagern und es im Frühling wieder für ausgiebige Touren herauszuholen. Wer sich für diese Option entscheidet, achtet auf die richtige Lagerung von Elektrobike und den dazugehörigen Akkus. Letztere sind in jedem Fall herauszunehmen und bei Zimmertemperatur zu verwahren. Der Ladestand sollte im besten Fall zwischen 50 und 80 Prozent betragen, um eine Tiefenentladung zu vermeiden. Bei längerer Lagerung ist der Ladestand etwa alle 12 Wochen zu überprüfen und gegebenenfalls eine Aufladung notwendig.

E-Bike oder Pedelec selbst sind hinsichtlich der Lagerung unkomplizierter und lassen sich prinzipiell überall abstellen. Nur auf einige wenige Dinge ist dabei zu achten. Vor allem sollte die Luft im betreffenden Raum frei zirkulieren können. Ansonsten kann sich übermäßig viel Kondenswasser bilden, was im Extremfall zu einem Motorschaden führen könnte. Darüber hinaus ist ein Raum zu wählen, in dem es möglichst sauber ist und wenig Staub oder andere Partikel herumfliegen. Gerade die Lagerung zusammen mit einem Auto in der Garage ist wenig empfehlenswert. Autos sondern ständig Schadstoffe ab, die sich im Motor eines E-Bike festsetzen und dadurch die Betriebsfähigkeit beeinträchtigen können. Eine Lagerung im Keller ist deshalb sinnvoller, solange der entsprechende Kellerraum gut gepflegt ist.

Nicht jeder möchte sein Elektrobike im Winter unbedingt verwenden.

Nicht jeder möchte sein Elektrobike im Winter unbedingt verwenden. (#02)

Ist ein E-Bike eigentlich wasserdicht?

Während Herbst und Winter sind nicht nur eisig kalte Außentemperaturen ein Thema, sondern auch Regen und Nässe. Zu Recht fragen sich deshalb viele Besitzer von Elektrobikes, ob die Geräte eigentlich wasserdicht sind. Die Antwort auf diese Frage fällt leider nicht ganz eindeutig aus. Einige Modelle schneiden in dieser Kategorie besser ab als andere. So gut wie jedes Modell ist aber gegen Spritzwasser geschützt. Sowohl die Batterien als auch der Motor kommen also mit einer vorübergehenden Verwendung im Regen ohne weiteres klar. Weniger häufig ist aber eine Absicherung gegen das Untertauchen in Wasser gegeben. Nur sehr hochpreisige Elektrofahrräder bieten auch dann noch einen ausreichenden Schutz. Es ist deshalb zu empfehlen, tiefe Pfützen einfach zu umfahren. Dabei ist nicht zu vergessen, dass so manche Pfütze flach aussieht, tatsächlich aber unerwartet tief ausfällt. Im Zweifel ist das Umfahren mit dem E-Bike immer die bessere Option.

Nicht jedes E-Bike ist gleich

Bei allen bisher genannten Empfehlungen handelt es sich um allgemeine Tipps, die für jedes Elektrorad gelten. Wer selbst ein E-Bike besitzt, sollte aber bedenken, dass es zwischen einzelnen Modellen teils große Unterschiede gibt. Vor diesem Hintergrund ist es immer auch wichtig, das Handbuch sowie Empfehlungen des Herstellers genau zu studieren. Nur so erhalten Fahrer wichtige Hinweise, die unter Umständen nur für das eigene Modell gelten. Dies ist übrigens nicht nur aufgrund der Sicherheit und der Betriebsfähigkeit des Fahrrads sinnvoll. Eine sachgemäße Verwendung ist auch Voraussetzungen, um im Fall der Fälle etwaige Garantieansprüche geltend zu machen. Wer also beispielsweise ein E-Bike im Regen verwendet, obwohl der Hersteller dies im Handbuch ausdrücklich ausschließt, muss im Zweifel für eine Reparatur selbst zahlen.

Noch mehr nützliche Tipps und Hinweise rundum das Thema E-Bike im Winter gibt es unter dieser Adresse. Grundsätzlich braucht es für gefahrlose Abenteuer an kalten Wintertagen aber lediglich die richtige Kleidung, eine gesteigerte Vorsicht und etwas gesunden Menschenverstand. Oftmals stellen Fahrradfahrer fest, dass sie sich schon nach wenigen Tagen an die Besonderheiten eines E-Bikes bei kalten Temperaturen gewöhnen.


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild:alextan8-#01:antonmatveev-#02:_arsdigital

GD Star Rating
loading...

Über 

Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.