LIGHTNING LS-218: Rekord mit 215 Meilen pro Stunde. Sieger beim Pines Peak Rennen in USA

LIGHTNING LS-218: Rekord mit 215 Meilen pro Stunde

Das LIGHTNING LS-218 macht seinem Namen alle Ehre: auf den Salzseen in Bonneville in Utah sieht man einen schwarzgelben Blitz über die salzverkrustete Piste rasen. Wer ob der Geschwindigkeit einen neuen PS-Boliden aus einer Rennwagenschmiede erwartet, traut Augen und Ohren nicht, wenn er erfährt, dass das, was da gerade Geschichte schreibt, ein E-Bike ist. Ja, Sie haben richtig gelesen. Es ist ein E-Bike. Es ist das schnellste E-Bike – genauer E-Motorrad – der Welt.

LIGHTNING LS-218: Rekordfahrt mit 215 mph

Wer es noch immer nicht glauben kann: hier der Live-Mitschnitt des Tacho bei der Rekordfahrt auf den Salzseen.

340 km/h Speed: energy at its best

Jetzt können Honda, Kawasaki und Co. ihre Spritschlucker einpacken. Gespeist von der guten alten Sonne lässt das E-Bike 200 eifrige und umweltschonende PS für sich arbeiten. Es sind auch recht asketische Kräfte, die hier walten. Wer glaubt, dass der Akku des LIGHTNING LS-218 nur für wenige Minuten reicht, irrt auch hier: die E-Bike-Akkus gibt es in verschiedenen Kapazitäten. Zwischen 160 und 260 Kilometer trägt der Akku seinen Fahrer über die Piste. Das Rekordgerät hat auch einen Bruder: die Serienversion steht schon jetzt bereit und kann ab 38.888 Doller erworben werden. In Deutschland ist der E-Bolide in Bälde auch erhältlich. Der umgerechnete Preis beträgt ab 28.400 Euro.

Lightning Motorcycle stellt sein ultimatives Superbike LS-218 vor – und es ist ein E-Bike. Es ist schon eine ganze Weile in der Mache und das Lightning Motorcycle Team ist nun überglücklich, das Motorrad ankündigen zu dürfen, das die Motorrad-Industrie verändern wird: das LS-218. Das erste Serien-E-Motorrad des Unternehmens wurde jetzt am Wochenende in Quail Lodge in Kalifornien präsentiert.

Was ist daran so wichtig?

Lightning Motorcycle hat alles in der richtigen Reihenfolge angegangen. Zuerst hat man die Technologie entwickelt. Dann hat man die Unternehmenskultur aufgebaut, dann kam die Entwicklung des Bikes. Das Ergebnis von vier Jahren Entwicklung, Forschung, Fertigung und intensiven Rennen, hart erkämpften Siegen, die im letzten Jahr darin gipfelten, das man 22 Sekunden vor der besten Ducati in Pikes Peak durchs Ziel ging. Seit dieser Zeit hat das Superbike nicht aufgehört, zu gewinnen und Rekordmarken zu setzen beim FIM EPower Championship im Le Man 24-Stunden-Rennen, TTXGP-Siege (Time Trials Extreme Grand Prix) – alle mit Elektrokraft.

Technische Daten

Antrieb Achsmotor (Direct drive)
Motor Flüssigkeitsgekühlter 150kw 10.500 UPM e-Motor. Bringt 200 PS bei einem Drehmoment von 168 ft/lbs
Akku 380V 12 kWh Akku, Reichweite 160-195 Kilometer mit einer Ladung
380V 15 kWh Akku, Reichweite 195-240 Kilometer mit einer Ladung
380V 20 kWh Akku, Reichweite 255-290 Kilometer mit einer Ladung
Ladezeit 30 Minuten mit eine Schnell-Ladegerät, 120 Minuten mit einem Level-2-Charger.
Gewicht 224,52 Kilo
Bremsen Doppel Brembo 320mm Scheibenbremsen
Gegenstrombremse Programmierbar
Räder und Reifen Vorderrad: Marchesini geschmiedetes Magnesium 3.5″ x 17″, 120/70ZR17
Hinterrad: Marchesini geschmiedetes Magnesium 6.0″ x 17″, 190/55ZR17
Sitzhöhe 81,3 cm

 

Interview mit CEO zum Sieg beim Pikes Peak-Rennen

Das LIGHTNING LS-218 schlägt alle Motorräder mit Benzinantrieb. 20 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten sprechen eine deutliche Sprache. Wer den E-Bikes jetzt noch ihren Siegeszug durch die Welt absprechen möchte, ist auf dem falschen Dampfer.

Nicolas Zart vom CarNewsCafe unterhielt sich bereits im vergangenen Jahr mit dem Geschäftsführer von LIGHTNING MOTORCYCLE Richard Hatfield anlässlich des gewonnen Rennens.

Nicolas Zart:
Richard, erzähle uns doch ein wenig über diesen wahnsinnigen Sieg.

Richard Hatfield:
Es war super. Das LIGHTNING Team und seine Sponsoren haben unglaublich gute Arbeit geleistet, als sie das Ziel, das wir uns vor vier Jahren gesetzt hatten, jetzt sogar noch übertrafen, nämlich auf Augenhöhe mit den besten Motorrädern mit Verbrennungsmotoren der Welt anzutreten.

Nicolas Zart:
Warum ist Pikes Peak in deinen Augen so wichtig und was bedeutet es noch für E-Mobility?

Richard Hatfield:
Es ist ein großer Event für E-Motorräder. Es ist das zweitlängste Rennen nach Indianapolis. Großartige Teams treten hier gegeneinander an. Peugeot hat mehrere Millionen Dollar ausgegeben – ebenso wie Toyota, Mitsubishi und Yokohama. Es ist etwa so wie Bonneville. Man ist offen gegenüber hervorragenden, neuen Gedanken. Wenn du dir mal das Peugeot 208 Ti16 anschaust, das ist die Quintessenz aus ihren Anstrengungen in Le Mans und anderen rennen.Die haben ihre besten Ingenieure und besten Autos genommen und haben speziell für Pikes Peak etwas völlig neues geformt.

Man darf Pikes Peak schon als eine Plattform und eine Startrampe für Innovationen ansehen. Da wir in sehr großer Höhe (Anmerkung der Redaktion: Pikes Peak – früher Pike’s Peak – ist ein Berg mit einer Höhe von 4.301 m in der Front Range der Rocky Mountains, nahe Colorado Springs ) und mit 156 Kurven antreten, können wir unsere Power und unser Drehmoment schon früh aus den Kurven heraus nutzen. Es ist auch nicht zu weit, so dass wir auch unsere derzeitige Akku-Technologie benutzen können. Das alles spielt uns zu. Da können wir uns mal ganz entspannt zurücklehnen.

Nicolas Zart:
Wir sprachen darüber, wie Elektromobile (electric vehicles / EV) etwas erreicht haben, wozu konventionelle Verbrennungstechnologie zehn Jahre brauchte. Kannst du dazu etwas sagen?

Richard Hatfield:
Wir haben den Vorteil, auf dem aufsetzen zu können, was der Rennsport bereits zuvor herausgebildet hat: Bremsen, Aufhängung, Computing. Das ist der Fortschritt wie er im Mooreschen Gesetz steht: es wird von Jahr zu Jahr mehr.

Nicolas Zart:
Grundsätzlich die Elektromobile heutzutage ja fahrende Computer.

Richard Hatfield:
Da steckt schon ne Menge Technik drin. Das hat auch viel mit Computern zu tun. Da gibt es Computer, welche die Akkus steuern, Steuereinheiten, Datenaustausch zwischen Akkus und Steuereinheiten. Es wird noch mehr Technologie geben, die mit den Antrieb beeinflusst. Technologie wird eine tragende Rolle spielen.

Nicolas Zart:
In Elektromobil-Rennen unterstützen Antriebssteuerungen und andere Computersysteme. Ist das der Beginn einer neuen Art von Rennen?

Richard Hatfield:
Auf jeden Fall wird es eine Menge Widerstand geben. Manche Leute hängen doch sehr am Verbrennungsmotor mit 16.000 Umdrehungen, aber Rennen mit Elektromobilen sind die natürliche Weiterentwicklung.

Nicolas Zart:
Wie siehst du die nahe Zukunft der Rennen aus der Sicht des Elektromotors?

Richard Hatfield:
Ich sehe die Elektromobile noch in ihren Kinderschuhen. Wir sind in den 1900ern der Geschichte der Verbrennungsmotoren. Bei der leistungsdichte der Motoren kratzen wir gerade mal an der Oberfläche. Die Akkus sind in diesem jahr bereits 20% besser geworden. Das Gewicht verringert sich zusehends, Die Motorleistung geht hoch und die Aufhängungen werden besser. Es wird auch größere und besser ausgestattete Gruppen geben. Es begeistert total, mit dabei zu sein.

Nicolas Zart:
Was mir noch aufgefallen ist, ist dass Elektromobil-Piloten eher mehr Veteranen des Rennsports sind. Glaubst du, dass irgendwann eine neue Generation von Rennpiloten zuerst auf die Elektromobile steiggt?

Richard Hatfield:
Ich denke schon. Das ist ein Fortschritt, der ebenfalls anhalten wird. Wie schon bei mit Dunne (Lightning’s Rennfahrer), Fahrer wie sie kennen die Strecke und sind sehr erfahren, wie Greg Tracy. Einem Newcomer muss man die Srecke und die vielen Details erklären. Das macht die Sache etwas schwieriger. Ein guter Fahrer wir ein gutes Bike noch besser machen. Viele sagten, dass Dunne auf unseren Bikes sitzt. Er ist ein genialer Fahrer, was bedeutet, dass er das Rennen mit hoher Geschwindigkeit hätte gewinnen können. Schau dir die Zeit an, die wir hineingesteckt haben und du wirst recht schnell erkennen, dass er viel schneller besser wurde, als er es mit seiner Verbrennungsmaschine im letzten Jahr geschafft hat. Einen guten Fahrer zu haben ist wichtig, aber man muss ihm dennoch eine Top-Maschine geben, auf der er fahren kann.

Nicolas Zart:
Wie sind deine Pläne für nächstes Jahr?

Richard Hatfield:
LIGHTNING hat vor allem ein wichtiges Rennen, das Rennen in den Markt hinein. Wir haben andere Wettbewerber, die bereits Bikes verkaufen. Wir haben uns entschlossen, zuerst das Rennen zu gewinnen. Es war uns wichtig, dem Markt das BESTE Bike zu geben und wir bleiben dran, noch besser zu werden und unsere Bikes weiterzuentwickeln. Wir prüfen jetzt, wie wir unser Unternehmen auf solide beine stellen, indem wir profitabel werden und Produkte in den Markt geben.

Hier das Originalinterview in englischer Sprache.

LIGHTNING Motorcycles: Homepage

Hier geht’s zur Homepage von LIGHTNING Motorcycles.


Bildnachweis: http://www.prlog.org/12321861/1

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Hans-Jürgen Schwarzer (Link Google+) leitet die Online-Agentur schwarzer.de software + internet gmbh. Als Unternehmer und Verleger in Personalunion wie auch als leidenschaftlicher Blogger gehört er zu den Hauptautoren von startup-report.de. Innerhalb seiner breiten Palette an Themen liegen dem Mainzer Lokalpatriot dabei vermeintlich „schräge“ Ideen oder technische Novitäten besonders am Herzen.

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