10 Tipps für den E-Bike-Kauf

10 Tipps für den E-Bike-Kauf

Mit dem E-Bike zur Arbeit fahren oder längere Touren unternehmen, das ist perfekt. Man schwitzt nicht so schnell und bleibt trotzdem im Training. Doch welche Tipps sind bei der Suche zu beachten?

E-Bikes machen das Radeln leicht

Die E-Bikes sind klar im Kommen und werden von den Herstellern immer weiter verbessert. Die Vielzahl der Modelle macht die Kaufentscheidung nicht einfach. Doch mit den hier zusammengestellten 10 Tipps sollte es kein Problem sein, sich auf das zukünftige Elektrofahrrad vorzubereiten.Zunächst jedoch stellt sich die Frage, welches Modell es sein soll. Zur Auswahl stehen neben dem E-Bike selbst die Pedelecs und S-Pedelecs.

Diese Fahrräder werden von folgenden Merkmalen gekennzeichnet:

  • Das Pedelec hat eine maximale Motorleistung von 250 Watt und unterstützt den Radfahrer bei Geschwindigkeiten bis zu 25 km/h. Für die Fahrer gelten keine speziellen Regelungen.
  • Das S-Pedelec liefert eine Motorleistung von bis zu 500 Watt und kann beim gleichzeitigen Treten in die Pedale bis zu 45 km/h fahren. Damit fällt es unter die Kategorie der Kleinkrafträder. Das heißt, dass man beim Fahren einen Helm tragen muss. Zudem muss man einen Mofa-Führerschein, eine Betriebserlaubnis und eine Haftpflichtversicherung vorweisen können.
  • Auch E-Bikes gelten als Kleinkrafträder. Hier braucht man gar nicht in die Pedale zu treten, um 20 km/h zu fahren.

Wo dürfen die Fahrräder mit Elektromotor gefahren werden?

Wer sich überlegt, ein E-Bike zu kaufen, muss wissen, wo er es nutzen darf. Die S-Pedelecs und E-Bikes dürfen aufgrund ihrer Klassifizierung ausschließlich dort eingesetzt werden, wo Kraftfahrzeuge erlaubt sind. Bei dem Pedelec gibt es keine solchen Einschränkungen, da es eine geringere Motorleistung hat. Für Touren durch den Wald oder für Schleichwege abseits der öffentlichen Straßen sollte man deshalb ein Pedelec kaufen, während die normalen Strecken mit dem E-Bike oder dem S-Pedelec gut zu meistern sind.

Die nachfolgenden 10 Tipps zeigen, worauf man bei der Kaufentscheidung für ein E-Bike noch achten muss.

Es gibt inzwischen zwar viele unterschiedliche Fahrradtypen, die mit E-Motor erhältlich sind, doch nicht bei jedem Zweirad macht dieser Motor auch Sinn. (#01)

Es gibt inzwischen zwar viele unterschiedliche Fahrradtypen, die mit E-Motor erhältlich sind, doch nicht bei jedem Zweirad macht dieser Motor auch Sinn. (#01)

Tipp 1: Den richtigen Fahrradtyp aussuchen

Es gibt inzwischen zwar viele unterschiedliche Fahrradtypen, die mit E-Motor erhältlich sind, doch nicht bei jedem Zweirad macht dieser Motor auch Sinn. Besonders beliebt sind die E-Bikes im Stil von City- und Trekkingrädern. Auch das Hollandrad eignet sich gut als Basis für ein E-Bike. Hier sind es vor allem der Tiefeinstieg und die klassische Form, die hervorragend mit der Motorisierung harmonieren. Dabei spielt unter anderem die komfortable Sitzposition eine wesentliche Rolle. Allerdings muss man darauf achten, dass trotz des tiefen Einstiegs eine gute Stabilisierung sichergestellt ist.

Die Experten raten häufig zu einem E-Bike mit Diamantrahmen. Durch die aus Dreiecken kombinierte Form ist diese Variante äußerst stabil.
Sportliche Räder wie Mountainbikes sind ebenfalls mit Motor erhältlich. Die Zusatzleistung wirkt sich allerdings drastisch auf das Fahrverhalten aus. Ein direkter Vergleich mit einem klassischen Mountainbike ist kaum möglich.

Für den Urlaub bieten sich Klappräder mit Motor an, die nicht viel Platz im Kofferraum oder im Campingbus benötigen. Man sollte jedoch bedenken, dass ein solches Klapp- oder Faltrad mit E-Motor relativ viel wiegt. Wenn man ein solches Fahrrad regelmäßig über mehrere Treppen hochtragen muss, ist das auf die Dauer äußerst anstrengend.

Tipp 2: Die Preiskategorie auswählen

Die Kosten für ein gutes E-Bike liegen zwischen 2.000,- und 4000,- Euro, wobei es nach oben hin keine Begrenzung zu geben scheint. Für die Nobelmarken und Design-Bikes muss man oft noch mehr Geld hinlegen. Im Vergleich zu den nicht motorisierten Alltagsrädern ist der Preisaufschlag jedenfalls sehr hoch.
Wer sich ein solides, zuverlässiges E-Bike kaufen möchte und knapp bei Kasse ist, muss erst einmal eine Weile darauf sparen.

Hier finden Sie einen interessanten Beitrag zu den Finanzierungsmöglichkeiten der interessierte Besucher über die wichtigen Konditionen der infrage kommenden Kredite informiert. Auch von Händlern werden teilweise Ratenzahlungen angeboten, allerdings sollte man prüfen, ob diese tatsächlich günstiger sind als ein Online-Sofortkredit. Manchmal werden von den Fahrradhändlern bestimmte Voraussetzungen gefordert, sodass man beispielsweise eine Versicherung abschließen muss.

Auch wenn der Preis hoch erscheint, sollte man nicht zu den günstigeren „Baumarkt-E-Bikes“ greifen. Diese kosten mindestens 1.200,- Euro und können qualitativ nicht bei den besseren Markenrädern mithalten.

Im Straßenverkehr muss man aufpassen, damit man bei dem erstaunlich schnellen Tempo in keinen Unfall verwickelt wird. (#02)

Im Straßenverkehr muss man aufpassen, damit man bei dem erstaunlich schnellen Tempo in keinen Unfall verwickelt wird. (#02)

Tipp 3: Die Geschwindigkeit muss zum eigenen Fahrstil passen

Bei den Pedelecs ist keine Versicherung erforderlich und sie dürfen jeden Fahrradweg benutzen. Man sollte jedoch daran denken, dass der Motor bei 25 km/h abgeriegelt ist. Für viele Radfahrer, vor allem für die Senioren, reicht das aus. Wer gerne sportlich unterwegs ist, für den sind 25 km/h jedoch zu wenig. Daher greifen diejenigen, die schneller fahren möchten, zum S-Pedelec oder zum E-Bike. Diese Räder schaffen 45 km/h und dürfen weder auf Radwegen noch abseits der öffentlichen Straßen fahren.

Im Straßenverkehr muss man aufpassen, damit man bei dem erstaunlich schnellen Tempo in keinen Unfall verwickelt wird. Nach der ersten Eingewöhnung an das E-Bike weiß man dann, wie man am besten bremst oder die Geschwindigkeit entsprechend der Verkehrssituation drosselt.

Einige erfahrene, sportliche Radfahrer basteln an ihrem E-Bike. Ein solches Tuning scheint inzwischen häufiger vorzukommen, es ist aber gefährlich und außerdem nicht erlaubt. Ähnlich wie beim früheren „Frisieren“ der Motorräder verbietet die StVO Veränderungen an der Motorsteuerung. Zudem kann eine erhöhte Geschwindigkeit eine unangenehme Auswirkung auf die Trittfrequenz haben, sodass man sich mit dem frisierten E-Bike nicht gerade wohlfühlt.

Tipp 4: Den passenden Antrieb auswählen

Die E-Bikes und Pedelecs gibt es mit drei verschiedenen Motor-Varianten:

  • Frontantrieb – der Motor befindet sich an der Vorderradnabe,
  • Heckantrieb – der Fahrradmotor sitzt am Hinterrad,
  • Mittelmotor – der Antrieb ist am Tretlager montiert.

Bei einem Großteil der E-Bikes kommen Mittelmotoren zum Einsatz, während die Antriebsmotoren in der Radnabe eher selten zu finden sind. Ihr hauptsächlicher Vorteil ist das kleine Format. Sie kommen teilweise bei den günstigen E-Bikes aus dem Supermarkt vor oder bei den teuren Designrädern.

Die Mittelmotoren kommen unter anderem von bewährten Herstellern wie Bosch, Shimano, Panasonic, Derby Cycle und Yamaha. Sie fügen sich harmonisch in den Aufbau des Bikes ein. Das gilt auch für die relativ sportlichen Fahrradmotoren, die oft besonders robust ausgelegt sind.

Die Frage, wie stark der Akku sein soll, richtet sich nach der vorwiegenden Nutzung des Fahrrads. Wenn man relativ viel Rad fährt, sollte der Akku dementsprechend viel Kapazität haben. (#03)

Die Frage, wie stark der Akku sein soll, richtet sich nach der vorwiegenden Nutzung des Fahrrads. Wenn man relativ viel Rad fährt, sollte der Akku dementsprechend viel Kapazität haben. (#03)

Tipp 5: Den geeigneten Akku finden

Die Frage, wie stark der Akku sein soll, richtet sich nach der vorwiegenden Nutzung des Fahrrads. Wenn man relativ viel Rad fährt, sollte der Akku dementsprechend viel Kapazität haben. Bei der Produktbeschreibung der Akkus wird beispielsweise eine Reichweite von 60 bis 100 km angegeben, doch mit diesen Zahlen muss man vorsichtig umgehen. Die Angaben beziehen sich häufig auf eine gemäßigte Unterstützung bei durchschnittlichem Tempo. Wenn man etwas mehr vom Motor fordert und mit seiner vollen Unterstützung Gas gibt, wird entsprechend mehr Energie verbraucht, sodass sich die Reichweite reduziert. Das Körpergewicht des Radfahrers und die Reifenbreite können sich ebenfalls auf den Stromverbrauch auswirken.

Bei der Akkuleistung muss man damit rechnen, dass sie im Laufe der Zeit sinkt, vor allem bei niedrigen Temperaturen. Trotzdem möchte man das E-Bike nicht unbedingt jeden Tag ans Stromnetz hängen.

Eine Anmerkung zu den Design-E-Bikes: Hier wird er Akku häufig versteckt, was zwar gut aussieht, aber die Kapazität verringern kann.

Tipp 6: Den Trainingseffekt berücksichtigen

Wer ein E-Bike kauft, der möchte durch die Unterstützung zwar Kraft sparen, aber trotzdem einigermaßen sportlich bleiben. Bei den meisten modernen E-Bikes ist es möglich, den Antrieb abzuschalten und normal in die Pedale zu treten, sodass man den gleichen Kraftaufwand braucht wie bei einem Fahrrad ohne Motor. Sobald der Fahrradmotor jedoch aktiviert wird, verringert sich der Trainingseffekt.

Wenn man plant, durch Radfahren abzunehmen oder die Kondition zu verbessern, sollte man nicht unbedingt zum E-Bike greifen. Das motorisierte Fahrrad verführt dazu, öfter mal den Antrieb einzuschalten, beispielsweise wenn es bergauf geht.

Ungesund ist das Fahren mit dem E-Bike aber nicht, auch wenn man sich beim Vorwärtskommen helfen lässt. Man sitzt nicht im Auto, sondern bewegt sich zumindest ein bisschen mehr. Bei Fahrten durch die Natur ist man direkt an der frischen Luft, sodass man von einem gewissen Erholungseffekt profitiert.

Ein E-Bike oder Pedelec steht am besten an einem trockenen, sicheren Platz, wo die Gefahr eines Diebstahls möglichst gering ist. (#04)

Ein E-Bike oder Pedelec steht am besten an einem trockenen, sicheren Platz, wo die Gefahr eines Diebstahls möglichst gering ist. (#04)

Tipp 7: Einen guten Platz für das E-Bike finden

Ein E-Bike oder Pedelec steht am besten an einem trockenen, sicheren Platz, wo die Gefahr eines Diebstahls möglichst gering ist. Niemand möchte das relativ schwere Fahrrad die Treppen hochtragen, um es in der eigenen Wohnung aufzuladen. Ein paar Stufen zum Hintereingang oder Vorkeller sind hingegen kein großes Problem. An dem Stellplatz für das E-Bike muss eine Steckdose vorhanden sein, damit es hier gleich aufgeladen werden kann. In einem Mehrfamilienhaus in der Innenstadt könnten diese Voraussetzungen schwer zu erfüllen sein.

Auch am Arbeitsplatz und in der Stadt sollte man aufpassen, wo man das E-Bike abstellt. Ein stabiles Fahrradschloss hält nicht alle Langfinger ab, zudem werden manchmal auch nur einzelne Teile gestohlen, beispielsweise der Antriebsmotor oder der Akku.

Tipp 8: Das Gewicht und die Belastbarkeit des E-Bikes müssen stimmen

Ein zuverlässiges Elektrofahrrad muss die nötige Stabilität haben, um das Gewicht des Radfahrers und oft noch ein gewisses Transportgewicht tragen zu können. Oft verstaut man die Einkäufe in der Tragetasche oder nimmt den Nachwuchs auf dem Kindersitz mit. So kommt man schnell auf 120 bis 180 kg Gesamtgewicht, die das E-Bike tragen muss. Welches Gesamtgewicht laut Hersteller zugelassen ist, kann man in der Produktbeschreibung nachlesen. Diesen Maximalwert sollte man nicht überschreiten, sonst leidet das Fahrrad darunter.

Bei der Kalkulation, wie viel das E-Bike durchschnittlich tragen soll, ist es sinnvoll, einen Puffer hinzuzurechnen. Zum Körpergewicht des Fahrers und zum Eigengewicht des Fahrrads kommen womöglich noch andere Lasten. Für den Transport von bestimmten Dingen ist es empfehlenswert, ein Bike auszuwählen, bei dem sich der Akku nicht am Gepäckträger befindet.

Ein zuverlässiges Elektrofahrrad muss die nötige Stabilität haben, um das Gewicht des Radfahrers und oft noch ein gewisses Transportgewicht tragen zu können. (#05)

Ein zuverlässiges Elektrofahrrad muss die nötige Stabilität haben, um das Gewicht des Radfahrers und oft noch ein gewisses Transportgewicht tragen zu können. (#05)

Tipp 9: Die E-Bike-Beleuchtung

Bei den Markenfahrrädern mit Motor ist die entsprechende Beleuchtung schon integriert. Hier hat man die Wahl zwischen einem Dynamo-betriebenen Licht, das häufig mit Halogen-Lampen funktioniert, und Akkuleuchten. Dadurch, dass die Fahrleistung vom Motor unterstützt wird, spürt man den Dynamobetrieb gar nicht. Die Akku-LEDs, die bei vielen E-Bikes eingebaut sind, bieten jedoch noch mehr Sicherheit. Sie leuchten nicht nur beim Fahren, sondern auch dann, wenn man an der Ampel oder in anderen Verkehrssituationen einen Stopp einlegt. Ein solches Standlicht kann gerade im Stadtverkehr sehr wichtig sein.

Tipp 10: Werkstattbesuche einplanen

Wenn das E-Bike noch brandneu ist, möchte man noch nicht an die späteren Werkstattbesuche denken. Doch durch den relativ hohen Verschleiß im Vergleich zum normalen Fahrrad ist eine regelmäßige Wartung fällig. Einige Händler haben eine eigene Werkstatt und bieten ihren Kunden hier besonders günstige Konditionen.
Da ein Fahrradmotor hin und wieder schwächeln kann, ist es sinnvoll, sich bei den führenden Marken über kundenfreundliche Lösungen zu informieren. Auch noch nach der Garantiezeit kann es möglich sein, einen günstigen Motoraustausch vorzunehmen. Solche Details kann man schon vor dem Kauf erfragen.

Besonders wenn man sich für ein seltenes E-Bike interessiert, ist es nützlich, über die Lieferbarkeit der Ersatzteile Bescheid zu wissen.


Bildnachweis:©Sutterstock-Titelbild:  Jasmine_K-#01: moreimages -#02: Marco Saroldi -#03:   studio4pic-#04: MyImages – Micha -#05: hipproductions

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Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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