Wanderwege Vogesen: Tipps für Radfahrer und Wanderer

Wanderwege Vogesen: Tipps für Radfahrer und Wanderer

Wanderwege Vogesen: Tipps für Radfahrer und Wanderer. Die urige Mittelgebirgslandschaft in der Nähe zu Deutschland bietet E-Bikern, „normalen“ Radfahrern und Wanderfreunden genug Platz für Outdoor-Aktivitäten.

Wanderwege Vogesen: Tipps für Radfahrer und Wanderer

Ganz in der Nähe zum Südwesten Deutschlands gelegen und doch relativ unbekannt: Die Vogesen. Eine Landschaft ähnlich wie der Schwarzwald und doch viel wilder und wenig erschlossener als dieser. Trotzdem gibt es auch hier genügend Möglichkeiten für Radfahrer und Wanderer. Und weil es sehr hüglig zugeht, sind viele der Wanderwege der Vogesen auch ideal für das E-Bike geeignet.

Die Belohnung einer Radtour durch das wilde Mittelgebirge der Vogesen ist der Fernblick in die Rheinebene. (#1)

Die Belohnung einer Radtour durch das wilde Mittelgebirge der Vogesen ist der Fernblick in die Rheinebene. (#1)

Wanderwege Vogesen: Trip zum höchsten Berg der Gegend

Eine der schönsten Routen geht gleich ganz nach oben: Der Große Belchen (französisch: Grand Ballon) ist mit 1.424 Meter die höchste Erhebung der Region. Bei guter Sicht kann man von hier Gipfel des Schwarzwaldes und der französischen und Schweizer Alpen entdecken. Ein unvergesslicher Rundwanderweg führt vom Großen Belchen zum Belchensee. Eine leichte Tour von gut 3 Stunden und einer Länge von 8,8 Kilometer. Idyllisch gelegen mitten im Naturpark der Vogesen-Belchen.

Der Belchensee ist übrigens ein Stausee. Bereits 1699 ließ ihn der französische Festungsbaumeister Vauban stauen. Das Wasser wurde für den Aufbau der Festung Neuf-Brisach verwendet. Diese Tour kann auch mit dem Rad absolviert werden, ein E-Bike benötigen trainierte Fahrer eigentlich gar nicht.

Video: E-Bike Fahrtechnik für Anfänger | Tipps für das E-Biken am Berg

Wanderwege Vogesen: Kulinarische Highlights in Le Hohwald

Auf der Tour rund um den Großen Belchen sowie auf vielen anderen Touren locken immer auch feine Restaurants mit elsässischer Küche. Leckere schmackhafte Eintöpfe oder berühmte Käsespezialitäten aus Bergkäse direkt vor Ort hergestellt. „Tomme du Hag“ ist nur eine dieser leckeren Gerichte. Gut gestärkt hat man auch wieder Kraft für neue Wanderwege der Vogesen, geeignet für Spaziergänger wie für Radfahrer. Le Hohwald in den mittleren Vogesen ist eines der schönsten Dörfer und der früher deutsche Ort lockte schon in der Kaiserzeit ein illustres Publikum an. Ein Höhepunkt ist zum Beispiel der Rundwanderweg auf dem Col du Kreuzweg (Dauer: 2 Stunden 45 Minuten, Länge 9,19 Kilometer). Und auch hier wird der Gaumen verwöhnt etwa mit Wildspezialitäten oder Entengerichte.

Vogesen im Kurzportrait:

  • Mittelgebirge in Ostfrankreich (bis zu 1.424 Meter hoch)
  • 8000 Quadratkilometer Gesamtfläche
  • westliche Grenze der oberrheinischen Tiefebene
  • Hauptkamm der Vogesen ist romanisch-germanische Sprachgrenze
  • Zwei Naturparks in der Region: Ballons de Vosges sowie Vosges du Nord

Wanderwege Vogesen: Tipps für Radfahrer und Wanderer mit mittelalterlichem Flair auf Burg Fleckenstein

Eine historische Region besitzt natürlich auch viele Festungsanlagen. Die Staufer bauten im 12. Jahrhundert in den Nord-Vogesen in der Nähe des deutschen Pfälzerwaldes (die Grenze ist nur 200 Meter entfernt) mit der Burg Fleckenstein eine der schönsten Anlagen der Region. Sie ist die populärste Felsenburg im Elsass und damit viel besucht. Es lohnt sich also definitiv, die 1689 zerstörte Burgruine zu besichtigen. Eine leichte Wanderung führt von der Burg nach Froensbourg. Die Dauer einer Wanderung zu Fuß beträgt 3 Stunden 15 Minuten, die Länge 10,91 Kilometer.

Garantiert ohne E-Bike unterwegs: Radrennfahrer während einer Etappe der Tour de France in den Vogesen. (#2)

Garantiert ohne E-Bike unterwegs: Radrennfahrer während einer Etappe der Tour de France in den Vogesen. (#2)

Touren speziell für Mountain-Bikes

Die Vogesen bieten als Mittelgebirge Bikern viele Routen von sanften Hügellandschaften bis zu steilen Berghängen vergleichbar mit den Alpen. Die schönsten Touren mit zum Teil atemberaubenden Fernblicken und vielgestaltigen Landschaften finden sich im Münstertal, dem Weisstal bei Kaysersburg oder auch dem Breuschtal. Gerade in Kaysersberg locken wunderschöne hüglige Weinlandschaften, an die sich die Hänge der Vogesen mit ihren dunklen Wäldern anschließen. Hier können Radfahrer, E-Biker und natürlich auch Wanderer abwechslungsreiche Landschaftsbilder genießen. Ein Highlight für eine Radtour führt vom mittelalterlichen Colmar über Kaysersberg bis nach Riquewihr. Eine 62,5 Kilometer lange Tour, die von Radlern in 4 bis 5 Stunden bewältigt werden kann.

Wanderwege Vogesen: Der Trend E-MTB

Absolut beliebt sind inzwischen auch Mountain-Bikes mit Elektromotor. Es werden sogar ganze Mountain-E-Bike-Wochenenden veranstaltet. Auch in den Vogesen, welche hervorragende Bedingungen dafür bieten. Radfahrer können dort kilometerlang auf Singletrails fahren, die sich über einsame Bergrücken erstrecken. Im Gefälle können unter Umständen mehrere Hundert Höhenmeter überwunden werden. Ein unvergessliches Erlebnis, wenn es über eine halbe Stunde nur bergab fährt und die Landschaft der Vogesen an einem vorüberzieht.

Die Route de Cretes ist ein absolutes Highlight für Freunde des Radsports. Höchster Punkt ist le Markstein mit 1.343 Metern Höhe. Der gleichnamige Ort befindet sich etwas tiefer und ist hervorragend als Urlaubsquartier geeignet. Natürlich auch für Wanderer, welche die Wanderwege der Vogesen einfach mit dem Auto erreichen und später kurze Touren und Gipfel-Erlebnisse genießen.

Wer am liebsten fast nur bergab fahren möchte, kann eine Tour vom Pass von Urbeis in das gleichnamige Tal. Dieses steht für erstklassige Obstbrände, die im Anschluss nach einer Fahrradtour verköstigt werden können. Besonders das Kirschwasser hat einen überregional guten Ruf und trägt zum wirtschaftlichen Umsatz der Region bei. Der Radweg führt in der Salzstraße entlang, welche von Lothringen bis nach Deutschland reichte. Auch eine Vielzahl an Burgen kann in dieser Region Urbeitstal / Val de Villé besichtigt werden.

Je tiefer man kommt, umso klimatich milder wird dann die Gegend. Bald schon erreicht man dann das Weingebiet des Elsass mit seinen hübschen kleinen Dörfern und der schmackhaften Küche. Weiter geht es nach Sélestat mit zahlreichen Attraktionen wie der Kirche Saint-Foy, dem Hexenturm oder der humanistischen Bibliothek. Selbstverständlich kann ein Teil dieser Rad- und Wanderwege der Vogesen immer auch per Pedes oder abschnittsweise mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden.

Mancher Hügel der Vogesen ist nur für geübte Wanderer oder Radfahrer mit einem E-Bike zu erklimmen. (#3)

Mancher Hügel der Vogesen ist nur für geübte Wanderer oder Radfahrer mit einem E-Bike zu erklimmen. (#3)

Wanderwege Vogesen: E-Bike ideal für Touren in bergiger Umgebung

Natürlich ist ein hügliges Land wie die Region Elsass/Vogesen auch hervorragend geeignet für die Nutzung mit dem E-Bike. Das betrifft selbstverständlich im Prinzip alle hier vorgestellten Routen und Ferienlandschaften. Wer es also besonders bequem haben möchte, kann Wanderwege der Vogesen auch mit der elektrischen Hilfe bewerkstelligen. Fast 2.500 Kilometer stehen hier insgesamt zur Verfügung und warten auf Entdeckung. Das Schöne am E-Biken ist ja, dass man den Motor auf flachen Strecken oder wenn es am Berghang nach einem Anstieg wieder bergab geht, einfach ausschalten kann und als Folge völlig normal Rad fährt.

Fazit: Wanderwege der Vogesen eignen sich wirklich für alle Geschmäcker. Für den Mountain-Biker mit Ambitionen die höchsten Gipfel des Mittelgebirges zu erkunden. Aber auch für den gemütlichen Genusswanderer, der nur etwas Spazieren gehen will und ansonsten die kulinarischen Leckereien der Region Elsass/Lothringen in den zahlreichen kleinen Restaurants der Gegend bevorzugt. Speziell die Vogesen sind eine bisher relativ wenig bekannte Region, die einen Besuch lohnt.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: FCSCAFEINE -#1: U.J. Alexander -#2: Radu Razvan -#3: mezzotint

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Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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