Ave Eagle Pedelec Testbericht

Foto: Bückers

Mit dem Ave Eagle schickt die Firma Ave keine unglaublich neuen Innovationen ins Rennen, sondern ein solides Pedalec, was in Sachen Design im Gegensatz zu anderen E-Bikes eine Schüppe drauf packt. Kein typischer E-Bike Look, sondern etwas Neues, das sich sehen lassen kann. Doch auch innovative Designs haben ihren Preis, weshalb das Ave Eagle mit 1.600 – 2.000€ zu Buche schlägt. Ein Ersatzakku bewegt sich deshalb auch hier im Bereich von 500 – 600€.

Das leistet das Ave Eagle

Der Preis bezieht sich nicht nur auf das Design des Pedalec’s, sondern auch auf das, was drin steckt. Das Ave Eagle ist mit einem 250W TransX PST 2.0 Motor ausgestattet, der den Fahrer verlässlich ans Ziel bringt. Ein 360Wh Lithium-Ionen Akku liefert hierfür genügend Power, die uns auf einer normalen Tour ohne viele Berge bis zu 45 km weit brachte. Der Motor und das Akku verschwinden beim Ave Eagle sehr schön im Design, wobei die Akkuklappe verschließbar und das Akku leicht aus dem Gepäckträger zu entnehmen und aufzuladen sind, Hierbei benötigt es 1-5 Stunden.

Der Frontnaben –Motor, welcher mit Temperatur- und Überlastsicherung ausgestattet ist, zieht uns zuverlässig den nächsten Berg hoch. Uns kam jedoch die Regelung der drei möglichen Stufen, die zwar leicht am Lenker zu regeln sind und noch komfortabler im integrierten LCD-Display im Lenker angezeigt werden, lediglich etwas hakelig und schwierig vor. Man konnte schlecht zwischen den einzelnen Stufen unterscheiden, wobei die letzte Stufe am besten gefallen hat, uns zielsicher fortbewegen ließ und uns bis zu 27 km/h unterstützte. In der Stadt waren sogar bis zu 30 km/h möglich.

Dies macht das Ave Eagle aber vor allem mit seiner ausgezeichneten Shimano 9-Gang-Kettenschaltung wett, die uns stets das Fahren erleichterte und super funktionierte. Ein großes Manko am Ave Eagle ist hingegen, dass man es sich ohne Unterstützung sehr schwer fahren lässt. Des Weiteren muss das Fahrrad immer wieder neu kalibriert werden. Dies ist zwar schnell geschehen, kann jedoch stören. Mit geschickter Kalibrierung kann man aber auch die Unterstützung genau auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Ein Trick hierbei ist beispielsweise beim Ausrichten leichten Druck mit der Hand auf den Sattel auszuüben. Somit kann man erreichen, dass die Unterstützung erst bei größerer Belastung bwginnt. Dies wirkt sich natürlich positiv auf die Reichweite aus.

Die Bremsen haben uns zuverlässig und sicher an unseren Zielort gebracht. Hier hat sich Ave nicht lumpen lassen und dem Eagle wirkungsvolle und hochwertige hydraulische Scheibenbremsen verpasst. Ein weiterer großer Pluspunkt ist die Dynamo-Funktion des Motors, die auch etwas Strom und Zeit einspart. Bergab ist das Ave Eagle ein wirklich tolles Pedalec, was wohl möglicherweise an den relativ kleinen, aber hochwertigen Felgen bzw. den Schwalbe-Big-Apple-Reifen und dem innovativen Design liegt, die für sicheren und optimalen Fahrspaß sorgen.

Die ergonomischen Eigenschaften des Ave Eagles:

Das Ave Eagle punktet aber nicht nur in Sachen Optik sondern auch in der Qualität der verarbeiteten Teile. Der Rahmen besteht aus Aluminium und ist dadurch robust, wobei die weiße Lackierung bei Zusammenstößen oder Ähnlichem Probleme bereiten kann. Der integrierte Gepäckträger ist nicht für schwere Sachen geeignet, da das Packstück auf dem Akku liegt, welches im Gepäckträgerteil des Pedalec’s verbaut ist. Jedoch für leichte Sachen gut zu gebrauchen ist und bei dem einen oder anderen Einkauf Probleme macht. Das Pedalec hat eine Größe von 46 cm, und somit für die Benutzung von Frau und Mann optimal ist. Mit fast 27 kg ist das Pedalec etwas schwer, was den Umgang im Alltag und das Herumwuchten des E-Bikes erschwert, aber handlebar ist. Der Lenker ist anpassbar und mit ergonomisch geformten Griffen ausgestattet, die wirklich sehr gut in der Hand liegen.

Die neue Version: Das Ave Eagles LE

Was wir persönlich sehr gut fanden ist, dass die Firma Ave an ihren E-Bikes arbeitet. Für das Ave Eagle sind weitere Versionen verfügbar, die Neuerungen bzw. Änderungen enthalten. Beispielsweise hat die neue Version an Gewicht verloren und wiegt statt 27 nur noch 22 kg. Des Weiteren kann sie mit neuen Farben auftrumpfen und bietet wirklich schöne Design-Möglichkeiten z.B. in einem edlen Braun. Aber nicht nur am Design hat Ave geschraubt, die Schaltung der einzelnen Unterstützungsgänge wurde verbessert und der Motor ist nun deutlich leiser.

Ähnliche Bauweise – unterschiedliche Details beim Vitoria Eagle

Das Eagle gibt es auch unter der Marke Victoria. Rahmen und Motor sind hierbei baugleich, allerdings wurden ein paar wesentlichen Details geändert. Im Gegensatz zum Ave Eagle mit hydraulischen, besitzt das Victoria Eagle mechanische Scheibenbremsen. Aber nicht nur die Bremsen unterscheiden die beiden E-Bikes, auch die Schaltung ist unterschiedlich. Das Ave Eagle ist mit einer Shimano Deore 9-Gang-Kettenschaltung ausgestattet. Bei Victoria wurde eine 8-Gang SHIMANO „Deore“ Schaltung eingebaut. Weiter wirbt Ave, dass das Pedelec in einer Stunde geladen ist, bei Victoria sind es vier Stunden.

Fazit des Ave Eagle Tests

Alles in allen ist das Ave Eagle ein solides und vor allem stylisches Pedalec, was unsere Anforderungen mehr als erfüllt hat. Trotz kleiner Schwächen haben uns nicht nur das Design, sondern auch die Fahreigenschaften überzeugt. Abzüge machen wir beim Gewicht und bei der etwas schwierigen Bedienung. Aber vor allem bietet es eine Menge Fahrspaß und Sicherheit durch die ausgezeichneten Bremsen. Man wird optimal vom TransX Motor unterstützt und macht damit jeden Berg zum Kinderspiel. Das neuartige Design-gegenüber anderen Pedalec’s ist für Design Fans ein wirkliches Schmankerl und sorgt für Hingucker. Für uns erhält das Ave Eagle von der Firma ave ein „Gut“.

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Ave Eagle Pedelec Testbericht, 6.6 out of 10 based on 5 ratings

Über 

Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

3 Comments

  1. Harde
    17. Oktober 2011

    Habe mir ein Eagle von Victoria geholt. Das sieht wirklich genauso aus bis auf das Logo. Versehe nicht, warum die das unter verschiedenen Namen verkaufen. Ist ja schon ein wenig auffällig und irgendwie auch nicht richtig. Wenn ich Victoria kaufe will ich auch Victoria haben und nicht den Kram von irgendeinem anderen Händler. Naja bisher funktioniert alles super, also will ich mich mal nicht beschweren 😉

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  2. Marcel
    24. März 2013

    Ich habe ein AVE Wo bekomme ich Ersatzteile
    Ich wohne in Darmstadt gibt es ein Zweigstele

    Antworten
    • 25. März 2013

      Hallo Marcel,
      also wenn du mich fragst, dann solltest du mal bei der e-bike-company in Mainz: 06131 / 4861800 nachfragen. Dort hilft dir Michael Ehry sicher gerne weiter. Oder frag bei Odenwaldbike in Lorsch an: Telefon 06251 / 8540582.
      Lieben Gruß,
      Das E-BIKE-TEST-Team

      Antworten

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